MOOC zum Thema Wissensmanagement | Lesetipps Teil 3

Seit Oktober läuft der von Dirk Liesch und Gabriele Vollmar initiierte MOOC zum Thema Wissensmanagement (#wmooc), der sich in vier Modulen mit dem Thema Wissensmanagement befasst.

Mit ihren Beiträgen vom 5. Oktober und 1. November haben unsere wissens.werker Johannes Moskaliuk und Barbara Kump bereits den Auftakt unserer begleitenden Literaturhinweise-Serie auf www.wissensdialoge.de gemacht – dort wurden zum einen die Grundlagen von Wissensmanagement, zum anderen die gängigen Methoden und Werkzeuge vorgestellt.

In diesem Beitrag heute möchten wir Ihnen abschließend zum letzten Modul des #wmooc Lesetipps aus einer Interviewreihe mit PraxisexpertInnen zum Thema Wissensmanagement vorstellen. Die Auswahl ist ohne Anspruch auf Vollständigkeit und soll wieder zum Lesen, Kommentieren und Diskutieren anregen. Hier geht es um die konkreten Fragen: Was sind Erfolgsfaktoren von Wissensmanagement? Und wo liegen die üblichen Stolpersteine in der Praxis?

Unser Redaktionsteam hat zu ähnlichen Fragen eine Reihe von ExpertInnen aus der Praxis befragt, die wir 2011 in einer Interviewreihe veröffentlicht haben. Die aus unserer Sicht zentralen Punkte dabei sind:

  • Wissensmanagement als Ritual: In einem Interview berichtete uns Dr. Michael Mehlmann von der zentralen Bedeutung von Ritualen dafür, dass Wissen in Unternehmen „gespeichert“ wird – er betrachtete Rituale zur Wissenspeicherung als einen Gegenpol zur klassischen Dokumentation.
  • Wissensmanagement in Bestehendes integrieren: Zu Möglichkeiten der technischen Umsetzung und der Bedeutung systemintegrierter Lösungen für Wissensmanagement berichtete Karin Weltring: Ihr Fazit lautet, dass Wissensmanagement sich im Idealfall in die bestehenden Strukturen integriert, damit die Mitarbeitenden dieses auch nutzen.
  • Wissensmanagement als Managementaufgabe: Auf die menschliche Komponente des Wissensmanagements wies Stefan Hagen hin. Er beschrieb seine Erfahrungen, wann Personen bereit sind, ihr Wissen zu teilen und welche Rolle die Unternehmenskultur und das Management als Vorbild spielen. Er berichtete auch, wie für ihn die Erfolge von Wissensmanagement klar gemessen werden können. Auch Dr. Thomas Rachfall berichtete von seinem Eindruck, wie wichtig es ist, die Mitarbeitenden von der Wichtigkeit von Wissensmanagement zu überzeugen – am besten täglich.
  • Wissensmanagement als Zusammenspiel von „Mensch & Technik“: Sarah Durante berichtete uns von ihren Erfahrungen, wie viele Probleme im beruflichen Kontext tatsächlich mit der fehlenden Weitergabe von Wissen zusammenhängen und wies darauf hin, dass technische tools die Kommunikation nicht ersetzen, sondern nur unterstützen können. Auch Daniel Stoller-Schai sprach über die Bedeutung der Motivation der Mitarbeitenden im Zusammenspiel mit technischen Faktoren (wie z.B. der Benutzerfreundlichkeit), damit das Wissensmanagement im Unternehmen auch wirklich gelingt.

Annika Scholl

Annika Scholl forscht am Leibniz-Institut für Wissensmedien und hält Lehrveranstaltungen an den Universitäten in Tübingen und Konstanz. Als Sozial- und Organisationspsychologin publiziert sie regelmäßig in wissenschaftlichen Fachzeitschriften und Branchenmagazinen und hält Vorträge auf internationalen Konferenzen. Auf wissensdialoge.de schreibt sie über die Themen Macht und Führung, organisationales Lernen, Reflexion als Lernprozess und den Wissenaustausch in Arbeitsteams.

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Annika Scholl

Annika Scholl forscht am Leibniz-Institut für Wissensmedien und hält Lehrveranstaltungen an den Universitäten in Tübingen und Konstanz. Als Sozial- und Organisationspsychologin publiziert sie regelmäßig in wissenschaftlichen Fachzeitschriften und Branchenmagazinen und hält Vorträge auf internationalen Konferenzen. Auf wissensdialoge.de schreibt sie über die Themen Macht und Führung, organisationales Lernen, Reflexion als Lernprozess und den Wissenaustausch in Arbeitsteams.

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