Transformationsmanagement: Die lernende Organisation gestalten

Veränderung ist ein notwendiger Dauerzustand in Organisationen und das Ideal ist die „lernende Organisation“. Ein Weg zur lernenden Organisation führt über das Transformationsmanagement.

Download: wissens.blitz (107)

Organisationale Wandelprozesse

Die Idee der Lernenden Organisation (siehe wissens.blitz (91)) trägt dem Umstand Rechnung, dass Organisationen gleichermaßen sowohl kontinuierliche Anpassungen als auch radikale Veränderungen bewältigen müssen. Sprechen wir von Veränderung in Organisationen so lassen sich zwei Arten von „Wandelprozessen“ unterscheiden: Wandelprozesse der 1. Ordnung und Wandelprozesse der 2. Ordnung. Ein Wandel der 1. Ordnung umfasst Strukturänderungen an der Oberflächenstrukturder Organisation, wie beispielsweise Änderungen in den Prozessabläufen, oder den Produkten, die das Unternehmen entwickelt. Der Wandel der 2. Ordnung betrifft die Tiefenstrukturder Organisation. Hierzu gehören die (teilweise) unbewussten Lern- und Veränderungsregeln der Organisation ebenso wie die kollektiven mentalen Modelle (vgl. wissens.blitz (48) und (91)). Die mentalen Modelle sind gedankliche „Bilderund Vorstellungen der Organisationsmitglieder über „das Funktionieren derOrganisation“,  basierend auf bereits gemachten Erfah-rungen. Als solche beeinflussen sie die Veränderungsfähigkeit der Organisation. Beispielsweise kann ein „negatives“mentales Modell die (unbewusste) Ursache für dienegative Einstellung der MitarbeiterInnen gegenüber Veränderungen in einer Organisation sein.

Change Management
  • Radikale Veränderungen (z.B. Reengineering)
  • Zeitlich begrenzte ExpertInnenberatung
  • Beteiligte setzen Änderungen um
  • Wandelprozesse der 1. Ordnung
 
Klassische Organisationsentwicklung (OE)
  • Kontinuierliche Anpassungen
  • Zeitlich begrenzte Struktur-, Team- und Kulturentwicklung (Prozessbegleitung)
  • Intensive Reflexions- und Diskussionsprozesse, breites Einbinden der Beteiligten
  • Wandelprozesse 1. und 2. Ordnung
 
Transformationsmanagement
  • „Kontinuierlich radikal“ und umfassend, berücksichtigt das gesamte System „Organisation“ zeitlich unbegrenzt
  • Differenzierte und unterschiedlich breite Einbindung der betroffenen Organisationsmitglieder
  • Wandelprozesse der 2. Ordnung.

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