Digitalisierung: Was ist das überhaupt?

Digitalisierung: Was ist das überhaupt?

Der Begriff Digitalisierung ist in aller Munde. Ständig wird über die digitale Revolution berichtet und sogar die Bundeskanzlerin äußerte den Verdacht, dass Deutschland den Anschluss an die Digitalisierung verpassen könnte. Aber was ist denn Digitalisierung eigentlich? Worum geht es dabei und warum ist es so wichtig, dass sowohl kleine, mittelständische und große Unternehmen sowie Selbstständig und auch Privatpersonen den Anschluss nicht verpassen? Dieser Beitrag liefert einen Überblick.

Was ist eigentlich Digitalisierung?

Digitalisierung beschreibt, grob gesagt, die Umwandlung analoger Werte oder Daten in ein digital nutzbares Format. Als stark vereinfachtes Beispiel: Wenn Sie bisher Ihren Einkaufszettel von Hand geschrieben haben, jetzt aber auf eine App für Einkaufszettel umsteigen und die Einkäufe nun ins Handy eingeben, dann haben Sie Ihren Einkaufszettel digitalisiert. Leider bleibt Digitalisierung auch oft auf dieser Umwandlungsstufe stehen und nutzt lediglich für den gleichen Arbeitsschritt digitale Medien. Dabei könnte man prinzipiell mit digitalisierten Daten wesentlich mehr machen. Bei unserem Einkaufzettel-Beispiel könnten Sie sich bspw. mit Familienmitgliedern vernetzen, damit keiner etwas doppelt kauft und man gegenseitig Zeit spart. Außerdem könnte Ihre App mit dem Kühlschrank vernetzt sein und Ihnen direkt melden, welche Lebensmittel noch vorhanden sind und was Sie wirklich brauchen und die App könnte Ihnen anzeigen, wo Sie welche Lebensmittel kaufen können und ob diese gerade vorrätig sind. Oder der Kühlschrank könnte Ihnen Vorschläge schicken, was Sie aus den vorhandenen Lebensmitteln kochen könnten. An diesem anschaulichen Beispiel wird auch deutlich, warum mittlerweile auch Politiker in Deutschland Angst davor haben, dass wir den Anschluss ans digitale Zeitalter verpassen. Denn viele Firmen und auch Privatpersonen nutzen Digitalisierung nicht in der Form, wie sie genutzt werden könnte. Die Digitale Revolution, die wir gerade durchmachen, dürfte aber vergleichbar sein mit der Industriellen Revolution im 19. Jahrhundert. Wir werden dieser Entwicklung wahrscheinlich nicht mehr entkommen, es ist nur noch die Frage, ob wir daran teilhaben und unsere Chancen nutzen, oder ob wir den Anschluss verpassen und daran zugrunde gehen.

Welche Bereiche betrifft die Digitaliserung?

Eigentlich betrifft diese Entwicklung alle Lebensbereiche. Sowohl unsere Freundschaften und unsere private Kommunikation laufen mittlerweile digital ab über Whats App, Facebook, Twitter, Youtube usw., ebenso wie unsere Einkäufe, egal ob Lebensmittel, Technik oder Kleidung. Eine Homepage und verschiedene Social Media Kanäle sind für Unternehmen und Selbstständige Standard und auch immer mehr Privatpersonen feilen an ihrem virtuellen Auftritt. Auch die Arbeitsabläufe innerhalb von Unternehmen werden immer stärker digitalisiert. Beispielsweise werden keine Listen mehr geführt, sondern bestenfalls werden Produktbestände oder Produktionsketten digital überwacht und mithilfe von Sensoren, Scannern und Codes verfolgt und kontrolliert. In vielen Branchen werden ganze Arbeitsschritte schon von Robotern übernommen und durchgeführt.

Die Digitalisierung führt also dazu, dass sich unsere Arbeitswelt verändert. Einerseits wird die menschliche Arbeitskraft in vielen Bereichen unwichtiger. Andererseits haben wir die Möglichkeit viel flexibler und ortsunabhängiger zu arbeiten. Alles was wir dazu brauchen, sind meistens nur ein guter Internetanschluss und ein Computer.

Dadurch stellen sich auch völlig neue Herausforderungen an Führungskräfte, die plötzlich zum sogenannten digital leader werden und ihre Mitarbeiter nicht mehr vor Ort sehen, sondern mit virtuellen Teams arbeiten. Auch der Bereich Training und Weiterbildung verschiebt sich immer mehr in die digitale Welt. Mitarbeiter und auch Privatpersonen werden durch E-Learning oder virtuelles Training geschult, können an Webinaren oder Videotutorials teilnehmen und müssen für die Weiterbildungsmaßnahmen nicht einmal mehr ihren Arbeitsplatz verlassen. Das spart viel Zeit und macht Weiterbildung deutlich flexibler und zugänglicher.

Allerdings führt die zunehmende Digitalisierung unseres Lebens auch dazu, dass wir nicht immer auf dem neusten Stand sind und uns teilweise überfordert fühlen. Immer öfter gibt es mittlerweile Berichte über digitale Burnout-Syndrome und es entstehen Angebote zum Digital Detox, also zum „Abschalten“im doppelten Wortsinn. Es stellt sich zunehmend auch die Frage, wie viel Digitalisierung eigentlich gut ist für uns.

Die großen Herausforderungen des Digitalen Zeitalters sind also eine sehr gute Netzdeckung, große Datenspeicher, sehr gute Backups, ständiger Computersupport, ständige Verfügbarkeit oder Speicherung von Strom und eine Strategie zum „Abschalten“ und gesund bleiben.

Als Psychologen beschäftigen wir uns auf www.wissensdialoge.de schon seit mehreren Jahren mit den Fragen, wie wir den Anschluss an die Digitalisierung schaffen können, wie Menschen sich in digitalen Welten verhalten, wie sie lernen, wie sie führen oder wie sie zusammenarbeiten. Hier einige unserer bisherigen Texte zum Weiterlesen:

Infos zu Rahmenbedingungen und Chancen von Digitalisierung:

Einsatzbereiche und Anwendung von Digitalisierung:

Infos rund um die Generationen Y und Z, die sogenannten „digital natives“:

Und hier noch eine Anleitung, wie Sie einen Überblick über ihre eigenen digitalen Aktivitäten gewinnen können:

Das sind nur einige der relevanten Infos rund um Digitalisierung. Was ist für Sie aktuell die größte Herausforderung in diesem Kontext? Welche Projekte möchten Sie angehen? Welche Praxistipps haben Sie zum Thema Digitalisierung? Hinterlassen Sie uns einen Kommentar.

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